Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler

Im ersten Moment erscheint eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Schüler oder eine Schülerin unsinnig. Beide haben weder einen Beruf, noch ein Einkommen. Und erlernen sie später einen risikoarmen Beruf, können sie die Versicherung noch preiswerter abschließen. Voraussetzung ist, sie bleiben bis dahin gesund bleiben. Doch das wäre „zu kurz gedacht“.

Wichtige Gründe, seine Berufsunfähigkeitsversicherung als Schüler zu beantragen.

Schüler beim Lernen
  1. Laut Statistik werden nur wenige Schüler berufsunfähig. Doch einem Betroffenen hilft diese Statistik nicht. Im Falle einer dauerhaften Berufsunfähigkeit ist er finanziell auf die Zahlung der Rente angewiesen.
  2. Auch Jugendliche werden krank. Sie werden zwar nicht gleich berufs- oder schulunfähig. Aber mit erlittenen Erkrankungen wird es schwieriger, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Zuschläge oder Ausschlüsse zu bekommen.
  3. Einzelne Gesellschaften stufen Schüler in eine günstige Berufsgruppe ein und halten diese Einstufung dauerhaft aufrecht. Dies ist wichtig für Schüler, die nach Abschluss der Schule einen risikoreichen Beruf erlernen wollen. Es ist auch interessant für Gymnasiasten, die nach dem Abitur ein Lehramt-, Musik- oder Kunststudium) beginnen wollen.

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist der rechtzeitige Abschluss wichtig.

Der Beitrag für den BU-Schutz ist ebenfalls abhängig

  • vom Alter des Schülers und der besuchten Schulform (Hauptschule, Realschule oder Gymnasium) zum Zeitpunkt der Antragstellung,
  • seinem Freizeitrisiko (gefährliche Hobbys) und
  • eventuell erlittenen Vorerkrankungen.

Manche Risiken sind absehbar. Bevor Sie Ihr Kind zu einem Drachenfliegen-Grundlehrgang anmelden oder ihm ein Kiteboard schenken, sollten Sie zumindest an eine kleine Berufsunfähigkeitsversicherung denken. So vermeiden Sie einen späteren Risikozuschlag.

Nicht vorhersehbar sind Erkrankungen. Diese werden im Normalfall nicht zu einer Berufs- oder Schulunfähigkeit führen. Aber sie müssen bei einem BU-Antrag angegeben werden. Dies kann höhere Beiträge oder Ausschlüsse zur Folge haben. Im Extremfall lehnt die Gesellschaft den Versicherungsschutz komplett ab.

Laut einer Studie der DAK führt der aktuelle Schulstress bei 43 Prozent der Schüler zu Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. Mit solch einer Diagnose wird es schwierig bis unmöglich, eine BU-Versicherung zu normalen Konditionen zu bekommen. Deshalb ist der frühzeitige Abschluss – noch vor Eintritt derartiger Erkrankungen – wichtig.

Schüler mit handwerklichem Berufsziel müssen rechtzeitig handeln.

Unverzichtbar ist der Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung als Schüler für alle, die nach Beendigung der Schulzeit einen sogenannten Risikoberuf erlernen wollen. Nach Beginn der Ausbildung wird die Berufsunfähigkeitsvorsorge teuer bis unbezahlbar. Die Beiträge wurden in den letzten Jahren für Akademiker und Büroangestellte reduziert – für die risikoreicheren Berufe aber drastisch erhöht. Dies betrifft vor allem:

  • Bauarbeiter,
  • Handwerker aller Gewerbe (auch Bäcker, Fleischer, Floristen, Friseure, Köche, Lackierer, Maler, Schneider),
  • Pflegekräfte,
  • Kraftfahrer, Gastwirte, Kellner, Land- und Tierwirte, Waldarbeiter

und die Azubis in diesen Berufen.

Erschwerend kommt hinzu, dass diesen Menschen ein BU-Vertrag teilweise nur bis zum 55. oder 60. Lebensjahr angeboten wird. Die Jahre mit dem größten BU-Risiko bleiben damit unversichert.

Aus diesem Grunde müssen Eltern, deren Kinder einen solchen Beruf erlernen wollen, rechtzeitig handeln. Das heißt, noch bevor sie die Schule verlassen. Wir helfen Ihnen und Ihrem Kind, eine bezahlbare BU-Absicherung für die gesamte Dauer zu sichern.

Worauf sollten Sie bei einer „Schüler-BU“ achten?

Nicht jeder BU-Tarif bietet während der Schulzeit vollwertigen BU-Schutz. Manche Schüler-BU fordert eine Nachmeldung bei Beginn der ersten beruflichen Ausbildung oder Tätigkeit, um die Beiträge erhöhen zu können. Nur wenige Versicherer bieten eine gute und preiswerte Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler an. Die „LV 1871“ ist einer davon und formuliert dies vorbildlich:

Berufsunfähigkeit bei Schülern liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 Prozent außerstande ist beziehungsweise sechs Monate außerstande war, am regulären Schulunterricht, so wie er zuletzt ohne gesundheitliche Beeinträchtigung stattgefunden hat, teilzunehmen.
...
Der Grad der Berufsunfähigkeit hängt ab von der Schulform und der konkret vorliegenden gesundheitlichen Beeinträchtigung. Dabei berücksichtigen wir auch, wie das Schulgebäude ausgestattet ist. Wir verzichten auf die Möglichkeit der Verweisung auf eine andere Schulform.

Wichtig sind auch folgende Punkte.

  • Der Versicherer muss den Schüler günstig einstufen.
  • Es darf keine Pflicht zur Nachmeldung einer beruflichen Veränderung bestehen. Nur dann ist garantiert, dass der Beitrag nach einem Berufswechsel unverändert bleibt.
  • Der Tarif muss während und nach der Ausbildung gute Versicherungsbedingungen bieten.
  • Zu bestimmten Anlässen (bei Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit, Heirat oder Geburt eines Kindes) muss die versicherte Rente erhöht werden können. Dies nennt man Nachversicherung. Dabei sollte der Versicherer nicht nur auf eine erneute Prüfung der Gesundheit verzichten, sondern generell auf eine erneute Risikoprüfung. Dann kann er bei der Erhöhung der versicherten BU-Rente keine Zuschläge wegen neuer Berufs- und Freizeitrisiken fordern.

Beiträge zur BU-Versicherung für Schüler und Auszubildende

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung eines 16-jährigen Schülers im Vergleich zu einem 16-jährigen Azubi. Basis der Berechnungen ist eine monatliche BU-Rente in Höhe von 1.000 € bis zum 65. Lebensjahr. (Tarifstand: 01.03.2018)

Vertragsabschluss
als 16-jähriger
Schüler bzw. Azubi
preiswertester Anbieter
aus unserem Vergleich
monatlicher
Tarifbeitrag
monatlicher
Zahlbeitrag
Bankkaufmann die Bayerische 39,06 € 24,02 €
Bürokaufmann Dialog 30,36 € 24,29 €
Schüler (Gymnasium) LV 1871 63,06 € 34,05 €
Schüler (Realschule) LV 1871 76,86 € 41,50 €
Elektriker die Bayerische 74,22 € 45,65 €
Brauer Continentale 77,11 € 46,27 €
KFZ-Mechaniker Continentale 77,11 € 46,27 €
Koch die Bayerische 84,11 € 51,73 €
Florist Swiss Life 96,43 € 61,71 €
Krankenpfleger Swiss Life 96,43 € 61,71 €
Landwirt Volkswohl Bund 94,35 € 63,21 €
Friseur Basler 86,30 € 64,72 €
Baumaschinenführer Volkswohl Bund 110,81 € 74,24 €
Fleischer Volkswohl Bund 110,81 € 74,24 €
Maler AXA 131,17 € 74,77 €
Bäcker HDI 109,05 € 81,79 €
Maurer Canada Life 85,17 € 85,17 €
Dachdecker Alte Leipziger 117,24 € 91,44 €
Fliesenleger Alte Leipziger 117,24 € 91,44 €

Fazit:

Der frühzeitige Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung als Schüler ist für alle sinnvoll. Wer nach dem Abschluss der Schule einen risikoarmen Beruf (z. B. Bankkauffrau, -kaufmann) erlernen will, könnte seine BU-Versicherung zwar nach Beginn der Ausbildung noch preiswerter abschließen. Das gilt jedoch nur, wenn er bis dahin gesund bleibt. Aber wer kann das garantieren?

Wer einen als risikoreich eingestuften Beruf erlernen will, muss seine Berufsunfähigkeitsversicherung noch als Schüler abschließen. Es ist die letzte Möglichkeit auf bezahlbaren BU-Schutz. Wer dies verpasst, muss später für den gleichen Schutz deutlich mehr bezahlen. Oder er muss sich mit einer lückenhaften Notlösung zur Arbeitskraftabsicherung begnügen.

Mit unserem Vergleich können Sie prüfen, wie wichtig der Abschluss der BU-Versicherung noch während der Schulzeit für Ihr Kind ist. Berechnen Sie die erste Variante als Schüler und eine zweite Variante als Azubi. Sie können sich auch von uns beraten lassen – kostenlos und garantiert ohne Vertreterbesuch.

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