Berufsunfähigkeitsversicherung

Vergleich der TOP-Tarife 2018 mit

  • Tipps und Erläuterungen für einen umfassenden BU-Schutz
  • detaillierten Berufsangaben zur bestmöglichen Einstufung
  • Auflistung preiswerter und leistungsstarker Tarife
  • bundesweit kostenloser Online-Beratung

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll, weil die meisten Berufstätigen den erreichten Lebensstandard ihrer Arbeitskraft verdanken. Doch ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann jeden treffen und der beruflichen Karriere ein schnelles Ende setzen. Für den Betroffenen bedeutet dies Verdienstausfall – ohne ausreichende Vorsorge womöglich Verarmung. Denn die gesetzliche Rente wegen Erwerbsminderung bietet keinen ausreichenden Schutz und ist außerdem noch an verschiedene Voraus­setzungen gebunden.

Private BU-Versicherungen bieten finanziellen Schutz, wenn die zuletzt ausgeübte Berufstätigkeit aus gesundheit­lichen Gründen aufgegeben werden muss. Dann zahlt der Versicherer die vereinbarte monatliche Rente bis zum Ende der Berufsunfähigkeit – maximal jedoch bis zur vereinbarten Leistungsdauer. Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll für alle, die finanziell auf ihre Arbeitskraft angewiesen sind.

Das gilt auch für Schüler, Azubis und Studenten. Denn sie sind meist noch gesund und haben dadurch die besten Voraussetzungen für eine bezahlbare Absicherung ohne Risikozuschlag oder Leistungsausschluss.

Der Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Achten Sie beim Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen vorrangig auf gute Versicherungsbedingungen und erst danach auf den Beitrag. Kann die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente später wegen unzureichender Bedingungen verweigert werden, war der niedrigere Beitrag wenig hilfreich. Mit unserem Vergleich und unseren Tipps finden Sie die optimale Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Vorteile des Vergleichs

Zu Berufsunfähigkeitsversicherungen existieren viele Tests und Bewertungen. In „Finanztest 7/2017“ untersuchte die Stiftung Warentest 74 Tarife. 31 Angebote schnitten mit der Bestnote „sehr gut“ ab. Auch Analysehäuser und andere Ratgeber vergeben ihre Bestbewertungen inflationär.

Doch der Schein trügt. Bei exakter Analyse der mit Bestnoten bewerteten Tarife offenbaren sich teilweise gravierende Mängel. Nicht jede ausgezeichnete Versicherung

  • eignet sich für Schüler, Studenten, Auszubildende oder Selbstständige,
  • verzichtet in allen Berufsgruppen auf die abstrakte Verweisung,
  • hat verbraucherfreundliche Regelungen für den Fall einer konkreten Verweisung,
  • prüft bei Berufsunfähigkeit während einer Unterbrechung der Erwerbstätigkeit (Elternzeit, Arbeitslosigkeit) fair,
  • verzichtet auf befristete Anerkenntnisse,
  • leistet nach 6-monatiger ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit,
  • erlaubt eine Nachversicherung ohne erneute Prüfung von Berufs- und Freizeitrisiken.

Mit unserem Vergleich können Sie Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung online berechnen und die Versicherungsbestimmungen vergleichen. Mangelhafte Tarife ohne abstrakten Verweisungsverzicht oder verkürzten Prognosezeitraum werden grundsätzlich ausgeblendet. Darüber hinaus können Sie die Tarifauswahl Ihrem persönlichen Bedarf anpassen.

Gezielte Fragestellungen und Hinweise führen Sie zum optimalen Tarif. Denn nur wer mögliche Leistungserweiterungen kennt, kann diese einfordern – oder bewusst darauf verzichten. Sie wollen doch sicherlich nicht erst aus einer Leistungsablehnung erfahren, welche Erweiterung obligatorisch gewesen wäre. Dies und vieles mehr unterscheidet unseren Online-Vergleich von anderen Versicherungsvergleichen. Überzeugen Sie sich selbst.

Das Problem beim Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen

Alle Versicherer kalkulieren die Beiträge für gesunde Personen ohne besondere Berufs- oder Freizeitrisiken. Diese Normalbeiträge berechnet unser Vergleich und gibt Ihnen damit einen ersten Überblick.

Letztlich entscheidet aber der jeweilige Risikoprüfer über Annahme oder Ablehnung Ihres Antrags. Bei bereits erlittenen Vorerkrankungen oder gefährlichen Hobbys kann er Ihnen die Übernahme des gewünschten Versicherungsschutzes mit Risikozuschlag oder Leistungsausschluss vorschlagen. Solche individuellen Vereinbarungen kann kein Vergleich berücksichtigen.

Sollten Sie Vorerkrankungen haben oder gefährliche Freizeit­beschäftigungen betreiben, nutzen Sie unsere kostenlose Online-Beratung.

Als ungebundener Makler können wir bei vielen Versicherungsgesellschaften mit einer Risikovoranfrage vorab klären, ob Ihr Antrag zu Standardkonditionen angenommen wird.

Welche Versicherungsform ist sinnvoll?

Selbstständige BU-Versicherung (SBU)

Die SBU ist ein eigenständiger Vertrag und dient der alleinigen Absicherung des BU-Risikos. Während einer Berufsunfähigkeit wird der Vertrag beitragsfrei gestellt und die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente gezahlt.

Bei dieser selbstständigen Versicherung können Sie die versicherte Rente und die Versicherungsdauer im Rahmen der Annahmericht­linien frei wählen.

Da kein zusätzliches Todesfallrisiko absichert wird und der Beitrag keine Sparraten enthält, sind die Beiträge bei der SBU am niedrigsten. Dies wird meist noch dadurch verstärkt, dass die jährlichen (aber nicht garantierten) Überschüsse mit dem Tarifbeitrag (Bruttobeitrag) verrechnet werden und somit den Zahlbeitrag (Nettobeitrag) reduzieren.

Inzwischen bieten alle renommierten Versicherungs­unternehmen eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung an. Sie hat sich durchgesetzt und ist die empfehlens­werte Form der Berufsunfähigkeitsvorsorge.

Beitragsbeispiel einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung:

Bürokauffrau / Bürokaufmann

Eintrittsalter: 25 Jahre

Rente: 1.500 €

Dauer: 42 Jahre

61,92 €

Volkswohl Bund (01/2018)

Tarif: SBU

(1.500 € SBU)

monatl. Tarifbeitrag: 92,42 €

monatl. Zahlbeitrag: 61,42 €

Risiko-LV mit BU-Zusatzversicherung (BUZ)

Fast jede Risikolebensversicherung kann um eine Berufsunfähigkeits­zusatz­versicherung ergänzt werden. Dann ist die Risiko-LV die Hauptver­sicherung. Durch die Zusatzversicherung wird während einer BU die Hauptversicherung beitragsfrei gestellt (BUZ-Beitragsbefreiung) oder darüber hinaus noch eine monatliche Rente ausgezahlt (BUZ-Rente).

Die versicherte BU-Leistung muss meist in einem festen Verhältnis zur Todesfallsumme stehen und die BUZ-Versicherungsdauer darf die Dauer der Hauptversicherung nicht überschreiten.

Eine Risiko-LV mit BUZ-Rente ist im Vergleich zur SBU teurer, da zusätzlich das Todesfallrisiko abgesichert und bezahlt werden muss.

Ältere Veröffentlichungen stellen dies gelegentlich anders dar. Damals wurden die neuen und bedingungsseitig verbesserten selbst­ständigen Berufs­unfähigkeits­versicherungen mit den traditionellen Zusatzversicherungen verglichen.

Beitragsbeispiel einer Risikolebensversicherung mit BUZ:

Bürokauffrau / Bürokaufmann

Eintrittsalter: 25 Jahre

Rente: 1.500 €

Dauer: 42 Jahre

63,15 €

Volkswohl Bund (01/2018)

Tarif: NLT mit R

(2.500 € RLV mit 1.500 € BUZ)

monatl. Tarifbeitrag: 94,11 €

monatl. Zahlbeitrag: 63,15 €

Lebens- oder Rentenversicherung mit BUZ:

Altersvorsorgeprodukte wie kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherungen können um eine BUZ-Beitragsbefreiung und auch um eine BUZ-Rente ergänzt werden.

Die BUZ-Beitragsbefreiung ist sinnvoll. Denn wovon wollen Sie die Beiträge für Ihre Lebens- oder Rentenversicherung weiter bezahlen, wenn sie berufsunfähig werden und dadurch Job und Einkommen verlieren?

Die Beitragbefreiung stellt sicher, dass der Versicherer im Ernstfall die Beitragszahlung für den Alters­vorsorge­vertrag übernimmt. Das ursprüngliche Sparziel wird trotz Berufsunfähigkeit erreicht. Wichtig sind dabei gute Versicherungs­bedingungen. Zusatzversicherungen ohne Verzicht auf abstrakte Verweisung bieten nur unzuverlässigen Schutz.

Vom Einschluss einer BUZ-Rente raten wir ab. Im Vergleich zu zwei Einzelverträgen (BU-Absicherung & Altersvorsorge) hat die Kopplung von BU-Rente und Altersvorsorge in einem Vertrag deutliche Nachteile.

Beitragsbeispiel einer Rentenversicherung mit BUZ:

Bürokauffrau / Bürokaufmann

Eintrittsalter: 25 Jahre

Rente: 1.500 €

Dauer: 42 Jahre

112,92 €

Volkswohl Bund (01/2018)

Tarif: SR mit R

(25 € Rente mit 1.500 € BUZ)

monatl. Tarifbeitrag: 112,92 €

monatl. Zahlbeitrag: 112,92 €

Aus den vorgenannten Gründen stellen wir mit unserem Vergleich nur selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherungen dar. Sollten Sie ein Angebot einer Risikolebensversicherung mit BU-Zusatzversicherung wünschen, erstellen wir Ihnen gern ein diesbezügliches Angebot.

Was bedeutet Berufsunfähigkeit?

Berufsunfähigkeit (BU) bedeutet, dass der Betroffene seine zuletzt ausgeübte Berufstätigkeit infolge irgendeiner Erkrankung oder Körperverletzung voraussichtlich dauerhaft nicht mehr ausüben kann. Der Gesetzgeber definiert dies im Versicherungsvertragsgesetz seit 2008 wie folgt:

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.
 
Als weitere Voraussetzung die Zahlung einer BU-Rente kann vereinbart werden, dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Ein Tarif mit dieser Definition bietet jedoch keinen zuverlässigen Schutz. Erstens vertrauen Ärzte ihren Heilungsmethoden und prognostizieren deshalb nur in Ausnahmefällen eine Berufsunfähigkeit „auf Dauer“. Zweitens ermöglicht die Formulierung „keine andere Tätigkeit ... ausüben kann“ den Leistungsprüfern eine abstrakte Verweisung mit all ihren Nachteilen für den Versicherungskunden.

Allerdings kann nicht alles gesetzlich geregelt werden. Deshalb finden wir in den konkreten Vertragsunterlagen viele Ergänzungen – zum Beispiel Antworten auf die Fragen:

  • Wird die Berufsunfähigkeitsrente erst nach Ablauf des Prognosezeitraumes fällig oder auch rückwirkend gezahlt?
  • Was passiert bei verspäteter Meldung des Versicherungsfalls, weil der Betroffene zunächst von einer langwierigen Krankheit ausging?
  • Gilt der Versicherungsschutz weltweit und wer trägt die Reise- und Unterbringungskosten für erforderliche Untersuchungen in Deutschland?
  • Wie erfolgt die Prüfung, wenn der Betroffene zum Zeitpunkt des Versicherungsfalls wegen Arbeitslosigkeit, Pflege von Angehörigen usw. aus dem Berufsleben ausgeschieden war?
  • Welcher Beruf und welche Lebensstellung werden bei Berufsunfähigkeit während der Studien- oder Lehrzeit herangezogen?
  • Erhält ein Betroffener nach 6-monatiger, ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit Leistungen – auch wenn der Grad der BU noch nicht feststeht?
  • In welchen Fällen ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen?

Dabei gibt es selbst bei den sogenannten Premiumtarifen teilweise große Unterschiede, die von manchem Versicherungsvergleich oder Ratgeber unbeachtet bleiben. Deshalb sollten Sie „das Kleingedruckte“ genau prüfen, bevor Sie einen Versicherungsantrag unterschreiben.

Ursachen für Berufsunfähigkeit

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger musste in der Vergangenheit jeder 5. Erwerbstätige vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Davon betroffen sind nicht nur ältere Menschen – 25 % aller Rentenempfänger der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente sind jünger als 45 Jahre!

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beträgt das Durchschnittsalter bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit 47 Jahre.

Viele Büroangestellte glauben, hauptsächlich Berufstätige mit höherem Unfallrisiko oder starker körperlicher Belastung wären gefährdet. Das ist ein fataler Irrtum. Immer häufiger sind Alltagsstress, psychische Belastungen am Arbeitsplatz oder familiäre Probleme Ursache einer späteren BU. Derzeit stellen Nerven- und psychische Erkrankungen mit über 31 % die Hauptursache dar.

Unfälle führen dagegen nur mit 9,4 % zur Berufsunfähigkeit.

Ursachen für Berufsunfähigkeit im Kreisdiagramm

Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bei den meisten Tarifen wird die Berufsunfähigkeitsrente ab 50%iger BU ausgezahlt – dann aber in voller Höhe.

Einzelne Versicherer bieten alternativ eine Staffelregelung an. Bei der 25/75-Regelung wird zum Beispiel bei einer Berufsunfähigkeit zwischen 25 % und 75 % die Rente anteilig und erst bei einem BU-Grad ab 75 % in voller Höhe gezahlt.

Solche Staffelregelung spielen jedoch eine untergeordnete Rolle. In der Regel dürfte es wichtiger sein, ab 50%iger Berufsunfähigkeit die volle Rente zum Bestreiten des Lebensunterhalts zu erhalten.

Wie ermittelt sich der Grad der Berufsunfähigkeit?

Hierzu werden die Auswirkungen der gesundheitlichen Beschwerden auf das konkrete berufliche Handeln geprüft. Die Vorarbeit dafür leistet der Versicherte selbst. Er erstellt eine detaillierte Liste mit den einzelnen Teiltätigkeiten – so wie er sie vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgeübt hatte.

Danach wird analysiert, in welchem Umfang diese Tätigkeiten noch ausgeführt werden können. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine reine zeitliche Beurteilung (siehe Hilfe zum Leistungsantrag).

Problem: Sollten medizinische Gutachter unterschiedliche BU-Grade errechnen, kann dies Verzögerungen oder gerichtliche Auseinandersetzungen verursachen.

Wie hoch sind die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab; zum Beispiel:

Berechnen Sie mit unserem Online-Vergleich verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Rentenhöhen, werden Sie ein fast lineares Verhalten zwischen versicherter Rente und zu zahlendem Beitrag feststellen. Halbieren Sie die Berufsunfähigkeitsrente, ergeben sich auch ungefähr die hälftigen Kosten.

Trotzdem sollten Sie die Berufsunfähigkeitsrente nicht zu gering beantragen. Denn wenn Sie keine anderen Einnahmen haben und staatliche Grundsicherung beantragen müssen, werden die Sozialleistungen um den Betrag Ihrer Berufsunfähigkeitsrente gekürzt.

Die Ausnahme:
Bei einer Absicherung für junge Leute (z. B. Schüler und Azubis) kann aus wirtschaftlichen Gründen ausnahmsweise eine niedrige Berufsunfähigkeitsrente zum „Einfrieren des Gesundheitszustands“ sinnvoll sein.

Die Wahrscheinlichkeit einer BU wächst mit zunehmendem Alter merklich. Deshalb errechnet der Vergleich für längerer Laufzeiten deutlich höhere Tarif- und Zahlbeiträge.

Trotzdem muss jeder Versicherungsmakler, der für seine Ratschläge haftet, eine Versicherungs- und Leistungsdauer bis zum voraussichtlichen Renteneintrittsalter (Altersrente) empfehlen, um Sie im Versicherungsfall vor Altersarmut zu bwahren. Denn eine zu kurz beantragte Laufzeit lässt sich nachträglich nicht korrigieren.

Sie favorisieren wegen der niedrigeren Kosten eine kürzere Laufzeit? Bitte prüfen Sie, womit Sie dann die Zeit bis zum Beginn der Altersrente überbrücken wollen.

Es gibt zwar auch Tarife mit unterschiedlicher Versicherungs- und Leistungsdauer. Doch die Beitragseinsparungen sind beispielsweise bei einer Versicherungsdauer bis zum 60. Lebensjahr und einer Leistungsdauer bis zum 67. Lebensjahr vergleichsweise gering – zumal das versicherungstechnische Risiko mit zunehmendem Alter steigt.

Grundsätzlich gilt: Je später Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, desto höher wird der Beitrag.

Dieser Grundsatz kann jedoch durch eine günstigere Berufsgruppe überlagert werden. So ist eine 20-jährige Bürokauffrau heute preiswerter versicherbar als noch vor 4 Jahren als 16-jährige Schülerin. Voraussetzung hierfür ist, sie hat noch keine relevanten Vorerkrankungen erlitten.

Die Versicherer haben in den vergangenen Jahren immer mehr Berufsgruppen (Risikoklassen) eingeführt. Dadurch wurde der BU-Schutz für die meisten Akademiker und Bürofachkräfte preiswerter – für Handwerker und körperlich Tätige aber teurer. Befürworter dieser Entwicklung nennen dies risikogerechte Beitragskalkulation. Kritiker bezeichnen es als Rosinenpickerei.

Tipp für verantwortungsvolle Eltern:
Will Ihr Kind nach Abschluss des laufenden Schuljahrs einen sogenannten Risikoberuf (zum Beispiel Bäcker, Bauhandwerker, Fleischer, Florist, Friseur, Kellner, Koch, Kraftfahrer, Kranken- bzw. Seniorenpfleger) erlernen, ist wegen dieser Berufsgruppendifferenzierung der Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung schon als Schüler meist die letzte Möglichkeit auf bezahlbaren Schutz. Versicherer betrachten fast alle Berufe mit handwerklicher beziehungsweise körperlicher Tätigkeit als risikoreich. Das gilt gleichermaßen für Auszubildende.

Die Berufsgruppeneinstufung erfolgt heute sehr detailliert. Die Berufsbezeichnung ohne weitere Angaben zur Tätigkeit erlaubt noch keine exakte Berechnung. Hierfür sind zusätzliche Angaben zum Berufsbild (Anteil der Bürotätigkeit, abgeschlossenen Berufsausbildung, eventuelle Personalverantwortung) erforderlich. All dies berücksichtigt unser Vergleich.

Rauchen ist gesundheitsschädlich. Deshalb berechnen einige Versicherer unterschiedliche Prämien für Raucher und Nichtraucher. Aus diesem Grund unterscheidet unser Vergleich zwischen Nichtraucher und Raucher.

Nichtraucher ist, wer in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung kein Nikotin durch Rauchen oder Inhalieren aufgenommen hat. Rauchen in diesem Sinne ist das Konsumieren von Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Pfeifen oder sonstigem Tabak unter Feuer. Zum Rauchen zählt auch die Nutzung elektronischer Rauchgeräte, mit denen es zu einer Nikotinaufnahme über das Inhalieren von Dampf kommt (z. B. E-Zigaretten, E-Zigarren oder E-Pfeifen).

Wer risikobehaftete Hobbys betreibt, muss meist Zusatzfragen beantworten. Anhand dieser Antworten ermittelt der Risikoprüfen die Notwendigkeit und Höhe eines individuellen Risikozuschlags. Im Extremfall können Versicherer die Antragsannahme sogar verweigern. Dies berücksichtigt kein Vergleich. Üben Sie ein risikobehaftetes Hobby aus, bieten wir Ihnen eine Risikovoranfrage an.

Zu den risikobehafteten Hobbys zählen:

  • Autosport,
  • Bergsport,
  • Flugsport,
  • Fun-/Extremsport,
  • gefährliche Mannschaftssportarten (Eishockey, American Football, Rugby)
  • Kampfsport,
  • Motorradsport,
  • Reitsport,
  • Tauchsport,
  • Wassersport und
  • Wintersport.

Haben Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung über unseren Vergleich abgeschlossen und beginnen danach eine solche Freizeitbeschäftigung, müssen Sie dies nicht nachmelden. Denn wir berücksichtigen keine Tarife mit entsprechender Nachmeldepflicht.

Im Antragsformular müssen Sie umfangreiche Fragen zu Ihrer Gesundheit beantworten. Leitet der Risikoprüfer daraus ein erhöhtes Risiko ab, kann er einen Gegenvorschlag mit individuellem Risikozuschlag oder Ausschluss einzelner Leistungen unterbreiten. Im Extremfall kann er den Antrag auch ablehnen.

Wir können vorab eine Risikovoranfrage stellen und prüfen, ob Ihr Favorit den Antrag zu Normalkonditionen annehmen würde.

Solche individuellen Absprachen kann kein Vergleich einbeziehen. Zur Berechnung der Versicherungsprämie gehen wir immer von normalen Gesundheitsverhältnissen aus.

Sind Stufentarife preiswerter?

Wenn ein Tarif besonders preiswert aussehen soll, bieten Vermittler häufig ein Stufentarif (auch Start- oder Einsteigertarif genannt) mit niedrigen Anfangsbeiträgen an. Allerdings bekommt der Versicherungsnehmer trotz allem nichts geschenkt. Schon nach wenigen Jahren steigt der Beitrag stufenartig auf ein überdurchschnittliches Niveau.

Für den Artikel „Berufsunfähigkeitsversicherungen für Einsteiger“ in „ÖKO-TEST September 2017“ testeten wir Stufen- und Normaltarife von 19 Versicherern. Unterm Strich war kein Stufentarif preiswerter als der Normaltarif. Ersparnisse aus den ersten Jahren müssen nach der Startphase mehr als zurückgezahlt werden.

Wurde Ihnen ein Stufentarif angeboten, vergleichen Sie einfach mal den Beitrag nach Ablauf der Startphase mit dem Beitrag des Normaltarifs.zwinkerndes Smiley

Ändert sich der Beitrag, wenn sich Beruf oder Freizeitrisiken ändern?

Grundsätzlich müssen Berufswechsel nicht nachgemeldet werden. Bei einer günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt der Beitrag unverändert, selbst wenn sich das Berufsunfähigkeitsrisiko erhöht. Als versichert gilt immer der „zuletzt ausgeübte Beruf“.

Ausnahmen gibt es bei einzelnen Anbietern für bestimmte Personengruppen. Diese Ausnahmen müssen ausdrücklich in den Vertragsgrundlagen erklärt sein.

So vermerkt beispielsweise die InterRisk (Stand 01/2018) zur Versicherung von Studenten unter „Besondere Vereinbarungen“

Der Abbruch des Studiums und die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit wird schriftlich nachgemeldet. Es erfolgt dann eine Überprüfung der Berufsklasse mit evtl. Umgruppierung und entsprechender Beitragsanpassung. Eine Vertragsänderung kann ebenfalls erforderlich werden.

Auch die Continentale fordert in ihrer Schüler-BU eine Anzeige nach erstmaliger Aufnahme einer Berufsausbildung, eines Studiums oder einer beruflichen Tätigkeit, um Eingruppierung und Versicherungsbeitrag überprüfen zu können.

Das Problem: Da es sich hierbei um Festlegungen für einzelne Personengruppen handelt, werden diese von vielen Vergleichsportalen, Vergleichstests und Ratingagenturen nicht beachtet. Selbst mit „sehr gut“ oder vielen Sternen bewertete Tarife, können solche Fallstricke enthalten. Für einen Betroffenen sind die Folgen fatal. Unser Vergleich wurde von Fachleuten erstellt und berücksichtigt solche Besonderheiten. Aber noch sicherer ist, Sie lassen sich von uns beraten.

Die Aufnahme eines risikobehafteten Hobbys nach Vertragsabschluss muss bei allen, in unserem Vergleich enthaltenen Tarifen nicht angezeigt werden.

Die meisten Versicherer unterscheiden nicht zwischen Raucher und Nichtraucher und stellen konsequenterweise keine Fragen zum Rauchverhalten. Wurde im Antragsformular eine solche Frage gestellt und Sie beginnen während der Vertragsdauer mit Rauchen, sollten Sie eine eventuelle Meldepflicht prüfen. Pauschale Aussagen sind nicht möglich. Manche Versicherer fordern eine Änderungsmitteilung, andere verzichten darauf. Fragen Sie Ihren Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler.

Unser Tipp

Beantragen Sie Ihren Berufsunfähigkeitsversicherung so zeitig wie möglich – noch

  • bevor sich (weitere) Erkrankungen einstellen und die Versicherbarkeit einschränken,
  • bevor Sie eine risikoreiche Berufstätigkeit erlernen bzw. aufnehmen und deshalb in eine ungünstige Berufsklasse eingestuft werden und
  • bevor Sie mit einem risikoreichen Hobby beginnen, das nur mit Risikozuschlägen oder möglicherweise überhaupt nicht versicherbar ist.

Und da niemand weiß, wann er welche Erkrankung erleiden wird, ist wahrscheinlich jetzt ein guter Zeitpunkt, sich mit diesem Thema zu befassen.

Selbst mit einer kleinen versicherten Berufsunfähigkeitsrente können Sie sich einen niedrigen Beitragssatz dauerhaft sichern – mit einer guten Nachversicherungsgarantie sogar für nachträgliche Erhöhungen.

Haben Sie den rechtzeitigen Abschluss verpasst, wird die Absicherung teuer. Oder es werden Ihnen sogenannte Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung mit löchrigem Versicherungsschutz angeboten.

Bei einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung wird die monatliche Rente erst gezahlt, wenn die versicherte Person überhaupt keine Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes mehr für mindestens 3 Stunden täglich ausüben kann.

Auch Dread-Disease-Versicherungen (Schwere-Krankheiten-Versicherung), Grundfähigkeits-, Multi-Risk- und Unfallversicherungen können keine Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzen. Denn diese leisten nicht zwingend bei Berufsunfähigkeit. Sie beziehen sich nicht auf den ausgeübten Beruf und helfen nur bei genau definierten Krankheiten bzw. Gesundheits­schäden. Doch wer weiß schon, infolge welcher Krankheit er einmal seine Arbeit und damit Lohn beziehungs­weise Gehalt verlieren wird?

Was ist vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig?

Recherchieren Sie Ihre Vorerkrankungen

Jeder Antrag enthält viele Fragen zum Gesundheitszustand. Aber wer kann „aus dem Kopf“ alle ärztlichen Beratungen, Untersuchungen und Behandlungen der letzten 5 Jahre aufzählen? Bei stationären sowie Kuraufenthalten werden meist sogar die letzten 10 Jahre abgefragt.

Doch wer diese Fragen unvollständig oder falsch beantwortet, verletzt seine „vorvertragliche Anzeigepflicht“. Dann kann der Versicherer – je nach Schwere des Verschuldens – innerhalb der ersten 5 Jahre nach Vertragsbeginn vom Vertrag zurücktreten oder diesen innerhalb der ersten 10 Jahre anfechten.

Die vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung ist ein Hauptgrund, warum später Leistungen abgelehnt werden. Doch nicht immer trifft dem Antragsteller eine wirkliche Schuld. Manchmal enthält die Patientenakte aus unterschiedlichen Ursachen wirklich unbekannte Diagnosen. Recherchieren Sie Ihre Vorerkrankungen, nehmen Sie hierzu Einblick in Ihre Patientenakte.

Klären Sie gemeinsam mit einem Fachmann, ob mit der erlittenen Vorerkrankung ein Antrag oder eine Risikovoranfrage sinnvoll ist.

Auswahlkriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Vergleichen Sie die Versicherungsbedingungen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung läuft häufig über viele Jahrzehnte. In dieser Zeit können viele Veränderungen eintreten. Ihr persönlicher Berater ist vielleicht im Ruhestand oder in einem anderen Unternehmen. Auch die versicherungsinternen Richtlinien zur Leistungsprüfung können sich geändert haben. Die derzeitigen Prozess- und Leistungsquoten sind dann „Schnee von gestern“.

Die zu Ihrem Vertrag gehörigen Versicherungs­bedingungen bleiben die ganze Zeit gültig.

Deshalb ist es unerlässlich, dass Sie beim Vergleich auf gute sowie eindeutige Vertragsbedingungen achten. Formulierungen wie „in der Regel“, „in Ausnahme­fällen“ oder „in begründeten Fällen“ ohne zusätzliche Konkretisierung sind streitanfällig, da sie später unterschiedliche Interpretationen zulassen.

Beim Vergleich der Versicherungsbeiträge achten Sie ebenso auf den Tarifbeitrag. Der niedrigere Zahlbeitrag ist nicht für die gesamte Dauer garantiert und kann sich ändern. Bei identischen Zahl- und Tarifbeiträgen prüfen Sie unbedingt, wie lange die Beiträge garantiert sind und ob der Versicherer im Falle seiner eigenen Insolvenz einem Sicherungsfonds (wie Protektor) angehört.

Nicht vergessen – Beitragsdynamik vereinbaren

Mit dieser Dynamik können Sie die versicherte Berufsunfähigkeitsrente jährlich erhöhen, um den Wertverlust durch die Inflation auszugleichen. Die Inflation sorgt für jährlich steigende Lebenshaltungskosten, wobei die Europäische Zentralbank einen Wert von 2% anstrebt. Der nachfolgende Rechner verdeutlicht, wie wichtig eine Dynamik bei langjährigen Verträgen ist. Rechnen Sie selbst, geben Sie einen Wert vor!

Mit der Beitragsdynamik haben Sie das Recht auf jährliche Erhöhungen – nicht aber die Pflicht. Sie können der Dynamik auch widersprechen. Dann bleiben Beitrag und versicherte Berufsunfähigkeitseente wie im Vorjahr. Erst wenn Sie dreimal hintereinander widersprechen, kann das Recht auf Dynamik verloren gehen.

Nehmen Sie die Erhöhung an, steigt der Beitrag um den vereinbarten Prozentsatz. Die versicherte Berufsunfähigkeitsrente steigt etwas geringer, weil bei jeder Erhöhung das aktuelle Lebensalter einkalkuliert wird. Im höheren Alter wird die Dynamik uneffektiv.

Im Gegensatz zur Beitragsdynamik gibt es auch eine Leistungsdynamik. Diese sorgt für Inflationsausgleich in der Leistungsphase.

Entwicklung der Kaufkraft bei einer angenommenen jährlichen Inflation
von 1% von 2% von 3%
heute
in 10 Jahren
in 20 Jahren
in 30 Jahren
in 40 Jahren

Nutzen Sie unsere Beratung

Die Suche nach der optimalen Berufsunfähigkeitsversicherung ist schwierig. Allgemeine Ratings oder Tests anhand einzelner Modellkunden helfen Ihnen kaum. Denn jeder Interessent hat individuelle Qualifikationen, Hobbys, Vorerkrankungen und sicher auch Zukunftspläne.

Mit unserem Versicherungsvergleich erhalten Sie eine Übersicht und dabei auch Einblick in mögliche Leistungsverbesserungen. Aber dies soll Sie nicht zu einer übereilten oder unüberlegten Antragstellung verleiten. Lassen Sie sich vorher von uns beraten. Wir sind auf Berufsunfähigkeitsversicherungen spezialisiert und beraten bundesweit – online und garantiert ohne Vertreterbesuch!

Unsere Beratung ist kostenlos – aber keinesfalls umsonst.

Schriftzug: blog

Schriftzug: news

Für alle, die in den letzten 5 Jahren ununterbrochen gesetzlich krankenversichert waren, bietet die Nürnberger als erster Versicherer eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit GKV-Check an. Das Risiko einer versehentlichen Anzeigepflichtverletzung reduziert sich dabei beträchtlich, denn alle Gesundheitsfragen beziehen sich nur auf die letzten 12 Monate. Der Versicherer beschafft sich danach die GKV-Patientenakte der letzten 5 Jahre und recherchiert die restlichen Vorerkrankungen eigenverantwortlich.