Berufsunfähigkeitsversicherung für Erzieher und Kindergärtner

erstellt am 06.02.2019

In Deutschlands Kindertageseinrichtungen waren 2018 über 417.000 Erzieherinnen und Erzieher beschäftigt. Und obwohl schon 1967 die beiden Ausbildungsrichtungen „Kindergärtnerin und Hortnerin“ und „Jugendpflegerin und Heimerzieherin“ zur Ausbildung „Erzieher/in“ zusammengefasst wurden, hält sich im Volksmund und teilweise auch in den Berufsgruppenkatalogen der Versicherer die Bezeichnung Kindergärtner/in hartnäckig.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Erzieher/innen wichtig?

Erzieherin mit vier Kindern Für diese Tätigkeit wird eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Weiterbildung als Erzieher/in und die staatliche Anerkennung benötigt. Die Tätigkeit ist vielseitig und kann in

  • Kindergärten, -krippen und Horten,
  • Kinder-, Jugendwohn- und Erziehungsheimen,
  • Familienberatungs- und Suchtberatungsstellen,
  • Tagesstätten oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder
  • Erholungs- und Ferienheimen

erfolgen.

Doch die Tätigkeit ist auch psychisch und physisch anspruchsvoll. Für eine heute 25-jährige Erzieherin im Kindergarten liegt die statistische Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit innerhalb der nächsten 40 Jahre (also bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres) bei 35,2% – die einer Erwerbsunfähigkeit bei 21,2%.

Dies zeigt: eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist bei einem solchen Beruf durchaus sinnvoll. Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung würde das Risiko dagegen nur teilweise absichern.

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Erzieher/innen?

Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab; zum Beispiel von

  • der gewünschten Rentenhöhe,
  • der beantragten Versicherungs- und Leistungsdauer,
  • dem Eintrittsalter,
  • der konkreten Tätigkeit,

aber auch von bereits erlittenen Vorerkrankungen und vorhandenen Freizeitrisiken. Bei normalen Gesundheits- und Freizeitrisiken berechnen sich für eine 25-jährige Erzieherin im Kindergarten bei einer versicherten monatlichen Rente in Höhe von 1.000 € bis zum 65. Lebensjahr beispielsweise folgende monatliche Beiträge (Stand: 01.02.2019):

Swiss Life
(Tarif 120)

50,03 €

(Tarifbeitrag: 78,17 €)

Continentale
(Tarif PremiumBU)

52,30 €

(Tarifbeitrag: 87,17 €)

die Bayerische
(Tarif: BU PROTECT Komfort)

55,23 €

(Tarifbeitrag: 89,81 €)

Unser Tipp:

Einige Versichere stufen Kindergärtner und Erzieher in unterschiedliche Berufsgruppen ein und berechnen daher auch unterschiedliche Beiträge (zum Beispiel: Nürnberger, Condor). Das kann ein Fehler oder auch Absicht sein.

Geben Sie im Versicherungsantrag oder in einer Voranfrage immer die Berufsbezeichnung an, die in Ihrem Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag steht. Sie können gern ergänzen, dass Sie in einem Kindergarten tätig sind und die hierfür günstigere Berufsgruppeneinstufung wünschen. Es kann später im Versicherungsfall aber durchaus problematisch werden, wenn Sie im Versicherungsantrag kommentarlos „Kindergärtner/in“ angegeben haben, obwohl im Arbeits- oder Ausbildungsvertrag „Erzieher/in“ stand.

Ihr Kind will nach dem Abitur eine Ausbildung zum Erzieher beginnen?

Wenn Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung noch als Schüler abschließen, können Sie Ihrem Kind dauerhaft niedrige Beiträge sichern. Denn Gymnasialschüler lassen sich bei einigen Gesellschaften deutlich preiswerter versichern als Erzieher/innen.

Auch das beweisen wir anhand konkreter Zahlen. Die Berechnungen der Monatsbeiträge beziehen sich auf eine versicherte monatliche BU-Rente in Höhe von 1.000 € bis zum 65. Lebensjahr (Stand: 01.02.2019):

Schüler/in
(Gymnasium)
Eintrittsalter: 18 Jahre
Beitragzahlung: 47 Jahre
Alte Leipziger

35,59 €

(Tarifbeitrag: 45,64 €)

Schüler/in
(Gymnasium)
Eintrittsalter: 18 Jahre
Beitragzahlung: 47 Jahre
LV 1871

35,61 €

(Tarifbeitrag: 65,94 €)

Erzieher/in
(Azubi)
Eintrittsalter: 19 Jahre
Beitragzahlung: 46 Jahre
Swiss Life

42,55 €

(Tarifbeitrag: 66,49 €)

Durch den Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung noch als Gymnasialschüler ersparen Sie sich bzw. Ihrem Kind einige tausend Euro. Außerdem steigt mit zunehmendem Alter die Gefahr von bereits erlittenen Vorerkrankungen, die zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen können. Wollen Sie dieses Risiko wirklich einzugehen?

Und wenn Sie auf eine Nachversicherungsgarantie ohne erneute Risikoprüfung (also keine erneute Prüfung von Gesundheits-, Berufs- und Freizeitrisiken) achten, bleibt die günstigere Berufsgruppe auch für nachträgliche Erhöhungen erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Fragezeichen

Sie haben Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Erzieher/innen?

Nur wenn Sie uns fragen, können wir Ihnen helfen:
(Die hier übermittelten Angaben bleiben vertraulich. Wir leiten diese keinesfalls an Dritte weiter.)







Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch den Betreiber dieser Website einverstanden.*

Mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.