Berufsunfähigkeitsversicherung für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMI)

erstellt am 25.02.2019

Bibliotheksassistentin bei der Arbeit

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste werden in verschiedenen Fachrichtungen ausgebildet, zum Beispiel:

  • Bibliothek
    Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf. Nach erfolgreicher Ausbildung können sie in in Stadt-, Hochschul-, oder Kirchenbibliotheken, in Betriebsbibliotheken größerer Unternehmen oder auch in Verlagen tätig werden. Sie wirken beim Aufbau und der Pflege von Bibliotheksbeständen mit und übernehmen die mit dem Verleih verbundenen Arbeiten.
    Bis 1998 lautete die offizielle Bezeichnung „Assistent/Assistentin an Bibliotheken“ (kurz Bibliotheksassistent/in).
  • Information und Dokumentation
    Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Information und Dokumentation ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf. Nach erfolgreicher Ausbildung können sie in Informations- und Dokumentationsstellen der Privatwirtschaft oder des öffentlichen Dienstes tätig werden. Sie beschaffen Informationen, bereiten diese auf, um sie anschließend ihren Kunden zur Verfügung zu stellen.
    Eine frühere offizielle Berufsbezeichnung ist mir nicht bekannt. In den Berufsgruppenkatalogen mancher Versicherer kann man jedoch die Berufsbezeichnung „Dokumentationsassistent/in“ finden.
  • Archiv
    Auch Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Archiv ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf. Die so Ausgebildeten können in der öffentlichen Verwaltung, in Museen, an Hochschulen, bei Verbänden und Organisationen oder in Firmen dieser Branche eingesetzt werden. Sie übernehmen, sichten, bewerten und archivieren Schriftgut sowie andere Informationsträger und pflegen den Archivbestand.
    Die frühere Berufsbezeichnung ist mir nicht bekannt. In den Berufsgruppenkatalogen mancher Versicherer findet man die Berufsbezeichnung „Archivassistent/in“.

Wie hoch sind die Kosten zur Berufsunfähigkeitsversicherung für einen FaMI?

Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab; zum Beispiel von

  • der versicherten Berufsunfähigkeitsrente,
  • der gewünschten Versicherungs- und Leistungsdauer,
  • dem Eintrittsalter,
  • bereits erlittenen Vorerkrankungen und
  • eventuell vorhandenen Freizeitrisiken.

aber auch von der Berufsgruppeneinstufung des jeweiligen Versicherers. Und da stoßen wir auf ein Problem.

Selbst in den Berufsgruppenkatalogen renommierter Versicherungsgesellschaften (Allianz, Alte Leipziger oder HDI) ist weder ein Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste noch ein Dokumentations-, Archiv- oder Bibliotheksassistent zu finden.

Andere Versicherungsgesellschaften berechnen für den FaMI (Bibliothek) andere Beiträge als für den Bibliotheksassistenten. Bayerische und Continentale stufen beispielsweise den Fachangestellten besser ein - Dialog und Swiss Life dagegen den Bibliotheksassistenten. Bei der sogenannten risikogerechten Berufsgruppendifferenzierung geht es also ziemlich chaotisch und keinesfalls logisch zu.

Trotzdem wollen wir Ihnen ein Beispiel zur groben Orientierung aufzeigen. Bei normalen Gesundheits- und Freizeitrisiken berechnet die Bayerische im Tarif „Komfort“ bei einem Eintrittsalter von 25 Jahren und einer versicherten monatlichen Rente in Höhe von 1.000 € bis zum 65. Lebensjahr folgende monatliche Zahlbeiträge (Stand: 01.02.2019):

FaMI
(Fachrichtung Bibliothek)

28,67 €

(Tarifbeitrag: 46,61 €)

Bibliotheksassistent/in
 

33,79 €

(Tarifbeitrag: 54,94 €)

Tipps zur Antragstellung

Bei der Auswahl Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Sie natürlich auf gute Versicherungsbedingungen achten. Aber ein günstiger Beitrag ist zweifellos auch wichtig. Dieser hängt jedoch entscheidend von der Berufsgruppeneinstufung durch den Versicherer ab. Ein Versicherungsvertreter kann Ihnen aber nur die Bedingungen und Berufsgruppeneinstufung seines Arbeitgebers anbieten.

Ein Versicherungsmakler ist dagegen an keine Versicherungsgesellschaft gebunden und kann aus einer Vielzahl von Tarifen einen für Sie empfehlenswerten Tarif auswählen. Deshalb sollten Sie sich auch ein Angebot eines auf Berufsunfähigkeitsversicherungen spezialisierten Versicherungsmaklers einholen - gern auch von uns. Augenzwinkern

Achtung!

Lassen Sie sich bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung weder vom Vermittler noch durch die Tarifsoftware des Versicherers zu einer falschen Berufsbezeichnung verleiten. Wenn Ihre Ausbildung oder Ihr Beruf „Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Information und Dokumentation“ lautet, dann achten Sie darauf, dass dies im Antrag auch entsprechend ergänzt wird - auch wenn die Tarifsoftware nur die Eingabe „Dokumentationsassistent/in“ erlaubt.

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